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               030-Kino.de-Review No. 01/072
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                      "Bamboozled"
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                     Deutschland 2000

                                                            Start: 10.05.01

Dt. Titel:  "It's Showtime"

Genre:      Gesellschaftssatire

Nominier.:  Goldener Bär, Berlinale 2001; Image Award 2001 (Jada Pinkett)

Regie:      Spike Lee
             -> "4 Little Girls"
                Golden Satellite Award 1998; nom. für Oscar 1998
             -> "Do the Right Thing"
                nom. für Oscar und 2 Golden Globes (Regie, Buch) 1990
             -> "Get on the Bus"
                Besondere Erwähnung und nom. für Goldenen Bär, Berlinale
                1997;
             -> "Jungle Fever"
                Preis der ökumenischen Jury und nom. für Goldene Palme,
                Cannes 1991
             -> "She's Gotta Have It"
                Young Cinema Award, Cannes 1986; Independent Spirit Award
                1987

Darsteller: Damon Wayans
             -> "The Last Boy Scout"
             -> "Beverly Hills Cop"
             -> "Roxanne"
             -> "Hollywood Shuffle"
             -> "I'm Gonna Git You Sucka"
            Savion Glover
             -> "Tap"
             -> "Bojangles" (TV)
             -> "The Wall"
             -> "Sesame Street" (TV)
                nom. für Young Artist Award 1994
            Jada Pinkett
             -> "Set It Off"
                nom. für Image Award 1997
             -> "If These Walls Could Talk" (TV)
                nom. für Image Award 1997
             -> "Menace II Society"
             -> "Return to Paradise"
             -> "Scream 2"
            Tommy Davidson
             -> "Half Baked"
             -> "CB4"
             -> "Booty Call"
             -> "Strictly Business"
             -> "Ace Ventura: When Nature Calls"
            Michael Rapaport
             -> "Zebrahead"
             -> "True Romance"
             -> "Beautiful Girls"
             -> "Mighty Aphrodite"
             -> "Men of Honor"

            ferner: Thomas Jefferson Byrd, Paul Mooney, Sarah Jones

            (*R*) Review siehe http://www.030-kino.de
            (*r*) Review erhältlich sobald in Deutschland gestartet

gesehen im: Hackesche Höfe Filmtheater #3, Berlin (OmU)

            weitere Kinos: http://www.BerlinOnline.de/kultur/kino/

Die Story:

Der frustierte afroamerikanische TV-Autor Pierre Delacroix (Damon Wayans)
hat eine provokative Idee für eine neue Fernsehshow: eine "Blackface
Minstrel Show", in der sich schwarze Darsteller noch schwärzer anmalen
und dumme Neger spielen. Doch seine Hoffnnung, dass die Show ein Flopp
wird und er endlich von seinem Sender CNS gefeuert wird, erfüllt sich
nicht. Unerwarteterweise hat die Show derart hohe Einschaltquoten, dass
er sich bald der Kritik der schwarzen Gemeinde ausgesetzt, die ihn
als Verräter beschimpft. Eine Gang fasst sogar den Entschluss, den
Hauptdarsteller namens Manray (Savion Glover) zu ermorden. Auch
Delacroix' afroamerikanische Sekretärin Sloan Hopkins (Jada Pinkett)
hat ernsthafte Bedenken gegen die Show. Es dauert nicht lange, und die
Situation exkaliert...

Kurzbewertungen:
                 Story:          ++
                 Inszenierung:   +++
                 Darsteller:     +++
                 Humor:          ++
                 Romantik:       +
                 Musik:          -
                 Action/Effekte: ++
                 OV Difficulty:  +++                      **)

                 Gesamteindruck: 7.0 von 10 (Annehmbar)    *)

        InterNet Movie Database Wertungen
                         Gesamt: 6.6 von 10
                         Männer: 6.4 von 10
                         Frauen: 8.4 von 10
                   beste Gruppe: 9.2 von 10 (Frauen 30-44)
            schlechteste Gruppe: 8.0 von 10 (Männer 30-44)

Fazit:

Spike Lee hat mit "Bamboozled" einen Film gedreht, in dessen Story es
nicht nur kontrovers zugeht, sondern den man selbst wohl als kontrovers
bezeichnen könnte. Aus der Sicht einer Satire, die die Verhältnisse
immer überspitzt darstellt, lässt sich dieses Werk sicher als gelungen
bezeichnen. Das Problem ist, dass der Zuschauer sich selbst immer wieder
daran erinnern muss, dass es sich hier um eine Satire handelt, sonst
kommt er leicht zu dem Entschluss, dass eine Reihe von Szenen unnötig
provozieren. Spike Lee kritisiert nicht nur eine Reihe seiner
afroamerikanischen Kollegen mit diesem Film, sondern vor allem auch
das amerikanischen TV-Publikum, das jeden Müll in sich hineinsaugt,
egal wie rassistisch es auch sein mag.


*) Bewertungssystem (in Anlehnung an das tip Magazin):

   4 | --   | Ärgerlich
   5 | -    | Uninteressant
   6 | +-   | Zwiespältig
   7 | +    | Annehmbar
   8 | ++   | Sehenswert
   9 | +++  | Herausragend
  10 | ++++ | Einer der besten Filme aller Zeiten!

**) Verständlichkeit der Originalversion (nach meinem Eindruck :-))

    +   : leicht bis mässig schwierig (keine Dialekte/Slang)
    ++  : Untertitel gelegentlich nützlich
    +++ : Untertitel ratsam
    ++++: ohne Untertitel nicht zu empfehlen (fast nur Dialekt/Slang)

       Die Independent Berlin Cinema Site mit Film-Reviews:
                   http://www.030-kino.de