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                 "11'09"01 - September 11"
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                    UK/Frankreich 2002

                                                       Start: 28.11.02
Dt. Titel:  "11'09"01 - September 11"

Genre:      Kurzfilmreihe zum 11.09.01

Auszeich.:  Kritikerpreis FIPRESCI (Kurzfilm von Ken Loach) und 
            UNESCO-Preis (für alle Regisseure), Venedig 2002

Regie:      Ken Loach
             -> "Ladybird Ladybird"
                Preis der ökumenischen Jury, Berlinale 1994
             -> "Which Side Are You On?"
                OCIC-Preis, Berlinale 1985
             -> "My Name Is Joe"
                British Independent Film Award 1998, Bodil Award 1998
             -> "Land and Freedom"
                Kritikerpreis FIPRESCI und Preis der ökumenischen
                Jury, Cannes 1995
             -> "Raining Stones"
                Jurypreis, Cannes 1993
            Mira Nair
             -> "Salaam Bombay!"
                Goldene Kamera, Cannes 1988; Jurypreis, Zuschauerpreis
                und Preis der ökumenischen Jury, Montreal 1988
             -> "Mississippi Masala"
                Silver Ribbon (ital. Journalistenpreis) 1992; 
                Kritikerspezialpreis, Sao Paulo 1991
             -> "The Laughing Club of India" (TV)
                Besondere Erwähnung, Biarritz 2000
             -> "Kama Sutra: A Tale of Love"
                nom. für Golden Seashell, San Sebastian 1996
             -> "My Own Country" (TV)
                nom. für Rosebud Award, Verzaubert-Festival 1999
            Sean Penn
             -> "The Pledge" ("Das Versprechen")
                nom. für Goldenen Bär, Berlinale 2001
             -> "The Crossing Guard"
                nom. für Goldenen Löwe, Venedig 1995
             -> "The Indian Runner"
                nom. für Goldenen Leopard, Locarno 1991
            Samira Makhmalbaf
             -> "Takhté siah" ("Schwarze Tafeln")
                Jurypreis, Cannes 2000; Grand Jury Prize, AFI Fest
                2000
             -> "Sib" ("Der Apfel")
                Kritikerpreis FIPRESCI - Besondere Erwähnung, Locarno
                1998; Sutherland Trophy, London 1998
            Claude Lelouch
             -> "Un homme et une femme"
                Goldene Palme und OCIC Award, Cannes 1966; nom. für
                Oscar 1967 (Regie)
             -> "Une fille et des fusils"
                Jurypreis, Mar del Plata, 1965
             -> "Tout ça... pour ça!"
                Beste Regie, Montréal 1993
             -> "Les Misérables" (1995)
                nom. für British Academy Award 1996
             -> "13 jours en France"
                nom. für Goldenen Bär, Berlinale 1968

            ferner: Yousseff Chahine, Amos Gitai, Alejandro González
            Iñárritu, Shohei Imamura, Idrissa Ouedraogo, Danis Tanovic

gesehen im: Filmtheater am Friedrichshain #4, Berlin (OmU)

            weitere Kinos: http://www.BerlinOnline.de/kultur/kino/

Die Story: 

11 Regisseure aus 11 Ländern erhielten die Möglichkeit, je einen
Kurzfilm der Länge 11 Minuten, 9 Sekunden und 1 Bild zum Thema
11. Septebmer 2001 zu drehen: Youssef Chahine (aus Ägypten - ein
Regisseur hat wichtigeres zu tun, als am 12. September über seinen
neuen Film zu reden), Amos Gitai (aus Israel - eine Reporterin will
von einem Selbstmordattentat in Tel Aviv berichten, doch woanders in
der Welt ist etwas wichtigeres passiert), Alejandro González Iñárritu
(aus Mexico - eine überwiegend akustische Collage aus Bilder vom
Terroranschlag), Shohei Imamura (aus Japan - ein kaiserlicher Soldat
kommt als Schlange zurück vom Militärdienst), Claude Lelouch (aus
Frankreich - wie eine taubstumme Frau in New York fast ihren Freund
verliert, der Touristen im World Trade Center herumführen wollte),
Ken Loach (aus Großbritannien -  ein Überlebender des Militärputsches
am 11. September 1973 in Chile erzählt die Geschichte, die er mit
diesem Datum verbindet), Samira Makhmalbaf (aus Iran - der Versuch
einer Lehrerin, iranische Schulkinder den Terroranschlag auf zwei
Hochhäuser zu erklären), Mira Nair (aus India - basierend auf einer
wahren Geschichte: wie ein vermisster Sohn einer in New York lebenden
moslemischen Familie zunächst für einen Terroristen gehalten und
später als Held Amerikas geehrt wird), Idrissa Ouedraogo (aus Burkina
Faso - fünf Jungen sind davon überzeugt, auf dem Dorfplatz Osama Bin
Laden gesehen zu haben und versuchen ihn zu fangen, um die 25
Millionen Dollar Kopfgeld zu kassieren), Sean Penn (aus USA - ein
Wittwer in einer trostlosen Wohnung erfährt eine "Erleuchtung",
worüber sich ganz besonders seine Blumen freuen) und Danis Tanovic
(aus Bosnia-Herzegovina - die wöchentliche Demonstration der Frauen
in kriegserschütterten Srebrenica erhält eine neue Bedeutung).

Kurzbewertungen:
               Story:          ++
               Inszenierung:   ++
               Darsteller:     +++
               Humor:          +++
               Romantik:       +++
               Musik:          +++
               Action/Effecte: ++
               OV Difficulty:  n/a (diverse Sprachen)     **)

               Gesamteindruck: 7.7 von 10 (Sehenswert)     *)
 
      InterNet Movie Database Wertungen
                       Gesamt: 6.6 von 10
                       Männer: 6.6 von 10
                       Frauen: 5.9 von 10
                 beste Gruppe: 7.8 von 10 (Männer 18-29)
          schlechteste Gruppe: 5.0 von 10 (Männer 30-44)

Fazit: 

"11'02"01 - September 11" ist eine interessante Mischung verschiedener
Kurzfilme. Jeder Regisseur hat dabei die tragischen Ereignisse
auf ganz eigene Art in einen Film eingebunden. Dabei sind originelle
und auch weniger gelungene Werke entstanden, wie oft bei einem
Kurzfilmprogramm zu einem Thema. Als Gesamtheit betrachtet darf man
aber "11'02"01 - September 11" als durchaus sehenswert bezeichnen.


*) Bewertungssystem (in Anlehnung an das tip Magazin):

   4 | --   | Ärgerlich
   5 | -    | Uninteressant
   6 | +-   | Zwiespältig
   7 | +    | Annehmbar
   8 | ++   | Sehenswert
   9 | +++  | Herausragend
  10 | ++++ | Einer der besten Filme aller Zeiten!

**) Verständlichkeit der Originalversion (nach meinem Eindruck :-))

    +   : relativ einfach, keine Dialekte/Slang
    ++  : Untertitel gelegentlich nützlich
    +++ : Untertitel ratsam
    ++++: ohne Untertitel nicht zu empfehlen (fast nur Dialekt/Slang)

       Independent Cinema in Berlin inklusive Film-Reviews:
                     http://www.030-kino.de