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                       "Blue Moon"
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                     Österreich 2002

                                                       Start: 31.10.02
Int. Titel: "Blue Moon"

Genre:      Satirisches Roadmovie

Nominier.:  Goldener Leopard, Locarno 2002

Regie:      Andrea Maria Dusl (Debüt)

Darsteller: Josef Hader
             -> "L'amour, l'argent, l'amour"
                Bronzener Leopard, Locarno 2000
             -> "Komm, süßer Tod"
             -> "Indien"
             -> "Der Überfall"
             -> "Cappucciono Melange" (TV)
            Victoria Malektorovych
             -> "Botinki iz America" ("Shoes from America")
             -> "Neskorenyj" ("The Undefeated")
            Detlev Buck
             -> "Männerpension"
                Bambi 1996
             -> "Wir können auch anders"
                Besondere Erwähnung, Berlinale 1993 (für die Regie)
             -> "Aimée & Jaguar"
             -> "Sonnenallee"
             -> "Erst die Arbeit und dann?"
            Ivan Laca (Debüt)
            Peter Aczel (Kinodebüt)
             -> "Rochade"

            ferner: Andrea Karnasová, Emöke Vinczeová, Orest Ogorodnik

gesehen im: Neuen Off, Berlin

            weitere Kinos: http://www.BerlinOnline.de/kultur/kino/

Die Story: 

Der Wiener Johnny Pichler (Josef Hader) sollte nur einem Gangster
Geld überbringen. Doch etwas lief schief und irgendwie befindet er
sich plötzlich zusammen mit einer Ukrainerin namens Shirley (Victoria
Malektorovych) in einem gestohlenen Auto auf der Flucht in Richtung
Osten. Das erste Ziel lautet, den Wagen zu verkaufen. Doch das
gestaltet sich schwieriger als zunächst angenommen. Schließlich bietet
Pichler an, Shirley den Wagen abzukaufen, denn er hat ja noch das
Geld von der missglückten Übergabe in Wien. Die mysteriöse Blondine
willigt ein und Pichler steht plötzlich alleine da. In der tiefsten
osteuropäischen Provinz begegnet er dem gestrandeten Ostdeutschen 
Ignaz Springer (Detlef Buck), der sich als Experte dieser Region
ausgibt - es aber offenbar nicht ist. Schließlich gelangt Pichler
nach Lviv, wo er Shirleys Zwillingsschwester Jana, eine Taxifahrerin
findet, die von ihrer Vergangenheit in der Provinz festgehalten wird
und offenbar ein dunkles Geheimnis hat...

Kurzbewertungen:
               Story:          ++
               Inszenierung:   ++
               Darsteller:     +++
               Humor:          +++
               Romantik:       +++
               Musik:          +++
               Action/Effecte: ++
               OV Difficulty:  n/a (dt./slow./ukrain./engl.) **)

               Gesamteindruck: 7.3 von 10 (Annehmbar)         *)
 
      InterNet Movie Database Wertungen
                       Gesamt: 7.2 von 10
                       Männer: -.- von 10 (zu wenig Daten)
                       Frauen: -.- von 10 (zu wenig Daten)
                 beste Gruppe: -.- von 10 (zu wenig Daten)
          schlechteste Gruppe: -.- von 10 (zu wenig Daten)

Fazit: 

Das Regie- und Drehbuchdebüt der Österreicherin Andrea Maria Dusl
ist ein skurriles Roadmovie, bei dem der Zuschauer etwas Mühe hat,
hinein zu finden. Das Drehbuch hat einige interessante Wendungen,
hinterlässt aber insgesamt ein etwas chaotisches Gefühl. Einen meist
überflüssigen Eindruck macht zudem die Rolle des Ostdeutschen
Naivlings, der von Detlef Buck übertrieben satirisch portraitiert
wird. Hat man sich daran gewöhnt, lassen sich durchaus einige Szenen
finden, bei denen man herzhaft lachen kann. Leider erreichen die
Scherze aber meist nur das Klamauk-Niveau. - Annehmbar.


*) Bewertungssystem (in Anlehnung an das tip Magazin):

   4 | --   | Ärgerlich
   5 | -    | Uninteressant
   6 | +-   | Zwiespältig
   7 | +    | Annehmbar
   8 | ++   | Sehenswert
   9 | +++  | Herausragend
  10 | ++++ | Einer der besten Filme aller Zeiten!

**) Verständlichkeit der Originalversion (nach meinem Eindruck :-))

    +   : relativ einfach, keine Dialekte/Slang
    ++  : Untertitel gelegentlich nützlich
    +++ : Untertitel ratsam
    ++++: ohne Untertitel nicht zu empfehlen (fast nur Dialekt/Slang)

       Independent Cinema in Berlin inklusive Film-Reviews:
                     http://www.030-kino.de