030-Kino.de-Review
====================================
"Waking Life"
-------------------------------------------------
USA 2001
Start: 04.07.02
Dt. Titel: "Waking Life"
Genre: Animationsessay
Auszeichn.: Nationaler US-Kritikerpreis 2002 (Bester Experimentalfilm);
N.Y. Kritikerpreis 2001 (Bester Animationsfilm);
CinemAvvenire Award und Laterna Magica Preis (Besondere
Erwähnung), Venedig 2001
Nominier.: AFI Filmpreis 2002 (Digitaleffekte); Chicagoer Kritiker-
preis 2002 (Film); 3 Independent Spirit Awards 2002
(Regie, Feature, Buch); Online-Kritikerpreis 2002
(Animationsfilm); Goldener Löwe, Venedig 2001
Regie: Richard Linklater
-> "Before Sunrise"
Silberner Bär, Berlinale 1995 (Regie)
-> "Slacker"
nom. für 2 Independent Spirit Awards 1992 (Erstlings-
werk, Regie)
-> "Dazed and Confused"
nom. für Goldenen Leoparden, Locarno 1993
-> "Tape"
-> "SubUrbia"
Darsteller: Wiley Wiggins
-> "Dazed and Confused"
-> "Love and a .45"
-> "Boys"
-> "The Faculty"
-> "Plastic Utopia"
Trevor Jack Brooks (Debüt)
Lorelie Linklater (Debüt)
Glover Gill (Debüt)
Lara Hicks (Debüt)
ferner: Ames Asbell, Leigh Mahoney, Sara Nelson
gesehen im: Eiszeit-Kino #1, Berlin (OF)
weitere Kinos: http://www.BerlinOnline.de/kultur/kino/
Die Story: Ein Junge (Wiley Wiggins) macht eine eigentümliche Erfahrung:
Er scheint nur noch in einer Traumwelt zu leben, in der er ständig neuen
Leuten begegnet, die ihn in philosophische Diskussionen über Realität
und Fiktion sowie Wachzustand und Träume verwickeln. Offenbar scheint
er in dieser Traumwelt gefangen zu sein. Jedesmal, wenn er aufwacht,
stellt er kurz darauf wieder fest, dass er noch träumt. Bald stellt er
sich die Frage: Träumt er sein Leben oder lebt er einen Traum? ...
Kurzbewertungen:
Story: ++
Inszenierung: ++++
Darsteller: ++
Humor: +
Romantik: o
Musik: ++
Action/Effecte: +++++
OV Difficulty: + **)
Gesamteindruck: 7.7 von 10 (Sehenswert) *)
InterNet Movie Database Wertungen
Gesamt: 7.8 von 10
Männer: 7.8 von 10
Frauen: 7.8 von 10
beste Gruppe: 8.6 von 10 (Männer < 18)
schlechteste Gruppe: 6.5 von 10 (Frauen < 18)
Fazit: Regisseur Richard Linklater ("Before Sunrise", "Slacker",
"Dazed and Confused") hat mit "Waking Life" einen äußerst
ungewöhnlichen Film gedreht. Es handelt sich hierbei weder um einen
reinen Animationsfilm, noch um einen Realfilm, vielmehr eine
experimentelle Mischung aus beiden. Das zunächst mit Digitalkamera
gedrehte Werk wurde später durch Computereffekte derartig verfremdet,
dass der Eindruck eines Animationsfilms entsteht. Dabei wurden in
verschiedenen Szenen auch verschiedene Texturen benutzt, so dass die
Figuren zum Beispiel abstrakt erscheinen, an Ölgemälde erinnern oder
einen mehr grafischen Touch bekommen. Eine Handlung ist praktisch
nicht vorhanden, dafür kommen philosophiebegeisterte Zuschauer voll
auf ihre Kosten. - Ein äußerst anspruchsvolles, aber nichtsdestotrotz
sehenswertes Werk!
*) Bewertungssystem (in Anlehnung an das tip Magazin):
4 | -- | Ärgerlich
5 | - | Uninteressant
6 | +- | Zwiespältig
7 | + | Annehmbar
8 | ++ | Sehenswert
9 | +++ | Herausragend
10 | ++++ | Einer der besten Filme aller Zeiten!
**) Verständlichkeit der Originalversion (nach meinem Eindruck :-))
+ : relativ einfach, keine Dialekte/Slang
++ : Untertitel gelegentlich nützlich
+++ : Untertitel ratsam
++++: ohne Untertitel nicht zu empfehlen (fast nur Dialekt/Slang)
Independent Cinema in Berlin inklusive Film-Reviews:
http://www.030-kino.de
|