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Cahit (Birol Ünel) lebt in Hamburg, ist Mitte 40 und vegetiert nach dem Tod seiner Frau nur noch vor sich hin. Nach einem Selbstmordversuch lernt er Sibel (Sibel Kekilli) kennen, die auch gerade mit ihrem Leben Schluss machen wollte. Sibel ist eigentlich eine lebenshungrige Frau, gerade deswegen kommt sie mit der ihr aufgezwungenen traditionellen türkischen Lebensweise nicht klar. Ohne verheiratet zu sein, wird es in ihrer Familie nicht geduldet, dass sie sich amüsiert. Schon das Händchenhalten mit einem Mann wurde von ihrem Bruder bestraft. Als einziger Ausweg bleibt Sibel der Flucht in die Ehe. Nach einiger Überzeugsarbeit gelingt es ihr schließlich, dass Cahit in eine Scheinehe einwilligt. Beide vereinbaren aber, dass sie zu nichts verpflichtet sind. Problemlos gelingt es, die obligatorische Erlaubnis von Sibels Vater einzuholen. Die Scheinehe verläuft zunächst ohne größere Probleme, doch es dauert nicht lange, und Cahit verliebt sich in Sibel, die sich jedoch weiter in ihrer Unabhängigkeit nicht eingeschränkt wissen möchte. Cahits Eifersucht wird bald auf den Höhepunkt getrieben und fordert schon bald ein Opfer. Cahit landet schließlich im Gefängnis und Sibel flüchtet nach Istanbul - in der Nähe ihres Vaters und ihres Bruders kann sie jetzt unmöglich bleiben. Nach seiner Entlassung versucht Cahit schließlich, Sibel wiederzufinden. Nach "Kurz und Schmerzlos", "Im Juli" und "Solino" brilliert Regisseur Fatih Akin mit einem äußerst kraftvollen, mitreißenden und sehr direktem Drama, das auf der letzten Berlinale zu Recht mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde. Akin ist damit endgültig in die Reihe der wichtigsten deutschen Regisseure aufgestiegen. Auch wie Tom Tykwer schreibt er seine Drehbücher selbst und beweist in "Gegen die Wand" ein gutes Gespür bei der Auswahl der Filmmusik. Besonders zu erwähnen sind auch die beiden, ausdrucksstarken Hauptdarsteller Sibel Kekilli ("Kebab Connection") und Birol Ünel ("Im Juli", "Dealer" und mehrere Tatorte). "Gegen die Wand" sollte sich der ernsthafte Kinogänger keinenfalls entgehen lassen. - Herausragend. (MR/030-Kino.de) |
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Der mit dem Goldenen Bären ausgezeichnete Film erzählt die Story von zwei verlorenen Seelen, von zwei Outcasts auf der urbanen Wildbahn. Die lebensgierige Sibel (Sibel Kekilli) geht mit dem desillusionierten Cahit (Birol Ünel) eine Scheinehe ein, um der Enge ihres Elternhauses zu entfliehen. Als sich Cahit in Sibel verliebt, kommt Eifersucht ins Spiel und eine Katastrophe bahnt sich an. "Gegen die Wand" ist physisches, direktes Kino, das einen unmittelbar anspringt mit seiner fiebrigen Energie, seiner flackernden Intensität und seiner manchmal rohen Wucht. tip-Bewertung: Herausragend.
(Quelle: tip Berlin) |
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