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Ángel Bengoelxeo (Carmelo Gómez) kommt als eine Art Kammerjäger in ein spanisches Weinanbaugebiet, um dieses von den Asseln zu befreien, die überall unter der Erde leben und die dem Wein der Region auf mysteriöse Weise einen erdigen Geschmack verleihen. Als erstes begegnet er der schönen Ángela (Emma Suárez), eine bodenständige Hausfrau, die mit ihrem Vater Tomás (Txema Blasco) und ihrer Tochter (Ane Sánchez) in einem einsamen Haus lebt. Ángelas Mutter ist vor kurzem ums Leben gekommen. Der Vater kommt damit gar nicht klar und will auch auch seinem Leben ein Ende setzen. Nachdem Ángel das nahe gelegene Dorf kennen gelernt hat, begegnet er Mari (Silke Hornillos Klein), die ebenfalls sehr attraktiv ist, aber in ihrem Wesen das Gegenteil von Ángela. Sie liebt es, Männer zu verführen und sucht stets das Abenteuer. Ángel ist zwischen beiden Frauen hin und hergerissen, fast schon wie eine gespaltene Persönlichkeit...
"Tierra", der schon 1996 in Cannes im Wettbewerb lief und 1997 für 4 Goyas (den spanischen Oskar) nominiert wurde, kommt jetzt endlich auch in die deutschen Kinos. Regisseur und Drehbuchautor Julio Medem wurde hierzulande jedoch bereits mit seinen späteren Filmen "Die Liebenden des Polarkreises" und "Lucia und der Sex" bekannt. "Tierra" erzählt noch mehr als diese Werke eine wundersame, fast schon märchenhafte, zwischen Realität und Fiktion gratwandernde Geschichte über Einsamkeit und Begehren. Dabei profitiert der Film von einer gekonnt eingefangenen Atmosphäre, dezent eingesetzten Spezialeffekten sowie überzeugenden Darstellen wie Carmelo Gómez ("Días contados - Deine Zeit läuft ab, Killer", "Entre las piernas - Zwischen deinen Beinen"), Emma Suárez ("Das rote Eichhörnchen", "La Blanca Paloma") und Silke Hornillos Klein ("¿Tú que harías por amor? - Hau ab!", "Km. 0 - Kilometer Zero"). - Sehenswert. (MR/030-Kino.de) |
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Ein Blitz fährt in einen Baum, ein Mann spaltet sich in zwei Hälften, und die Erde, die dem Film seinen Namen gibt, ist feindliches Terrain und Seelenspiegel in einem. "Tierra", eine frühe Arbeit des spanischen Regisseurs Julio Medem, kommt mit acht Jahren Verspätung auch in Deutschland ins Kino. Medem liebt das Spiel mit enigmatischen Zufällen. Leben und Tod, Erde und Kosmos, Einsamkeit und Sehnsucht nach Verschmelzung, sexuelles Begehren und Seelenverwandtschaften. Die Grenzen zwischen Realität und Imagination, Traum und Wahn sind fließend. Verstärkt wird das Gefühl des Labyrinthischen dadurch, dass sich immer wieder Identitäten vermischen, dass sich jemand in mehrere Teile spaltet, wie der Protagonist des Films Ángel (Carmelo Gómez).
(Quelle: taz) |
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