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Die Brüder Andrey (Vladimir Garin) und Ivan (Ivan Dobronravov) haben ihren Vater (Konstantin Lavronenko) seit 12 Jahren nicht mehr gesehen. Jetzt ist er zurückgekommen, und dass ohne Erklärungen. Auch von ihrer Mutter erfahren die Brüder nichts. Stattdessen nimmt der Heimgekehrte seine beiden Söhne auf eine Angelausflug. Diese freuen sich zunächst, doch der Vater stellt sich als eine strenge und zuweilen unangenehme Persönlichkeit heraus, zumindest für den jüngeren der beiden Brüder.
Auch der Angelausflug entwickelt sich bald zu einer ausgedehnteren Reise, die schließlich ans Meer führt. Der Vater hat offenbar noch eine Angelegenheit zu regeln. Mehr bekommen die Brüder nicht zu erfahren. Mit einem Boot landen alle drei schon bald auf einer kleinen Insel. Dort wird das Klima zwischen den dreien immer rauer.
"Die Rückkehr" ist das mit Auszeichnungen reich dekoriertes Regiedebüt des Russen Andrei Swjaginzew. Der Film erhielt unter anderem den Europäischen Filmpreis (Entdeckung des Jahres 2003), 5 Auszeichnungen in Gijon (für die drei Hauptdarsteller, Buch und Spezialpreis), 3 Preise der Russischen Filmkritiker (Kamera, Debüt und Film), den Kritikerpreis in Thessaloniki, 5 Auszeichnungen in Venedig (Goldener Löwe, bestes Debüt u.a.) sowie den Preis der ökumenischen Jury und den Spezialpreis für Regie in Cottbus.
Der Film lebt von einer geheimnisvollen und intensiven Geschichte, die von den drei Hauptdarstellern Vladimir Garin, Ivan Dobronravov und Konstantin Lavronenko ("Andrjuscha") überzeugend mit Leben erfüllt wird. Dabei konzentriert sich Regisseur Swjaginzew auf das Wesentliche. Er lässt den Zuschauer über viele Hintergründe im Ungewissen und gestaltet die Bilder, die der Kameramann Mikhail Krichman wunderschön und ausdrucksstark eingefangen hat, klar und streckenweise nahezu minimalistisch. - Sehenswert. (MR/030-Kino.de) |
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Vielleicht ist der Vater im Krieg. Oder er sitzt seit zehn Jahren im Gefängnis. Möglicherweise ist er ständig in so heiklen Missionen unterwegs, dass er seine Familie darüber vergessen hat. Oder er ist tatsächlich ein Pilot, wie die Mutter die beiden Jungen Andrei und Iwan weiß machen will und damit Kinderträume von draufgängerischen Helden ankurbelt. So oder so, das Familienoberhaupt bleibt ein Phantom. Als der unbekannte Vater eines Sonntags auftaucht, mischt er mit seinem Herrschaftswillen das bewährte Gefüge aus Babuschka-Mutter und Kindern auf. Kaum zurückgekehrt, macht er sich daran, die alte patriarchale Ordnung wieder herzustellen. "Die Rückkehr" von Andrei Swjaginzew, der letztes Jahr in Venedig den Goldenen Löwen erhielt, knüpft auf den ersten Blick an das große russische Autorenkino an. Mit seiner symbolischen Schwere, seinen mythischen Aufladungen, seiner Strenge und Intensität. Dass Swjaginzew dennoch daran liegt, sich ein neues Terrain zu erschließen, erkennt man an der eigenwilligen Mischung aus Präzision und Leichtigkeit, mit der er sich ans Werk macht.
(Quelle: taz) |
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